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Trans Bayerwald Südroute von 04.09. bis 07.09.2018 - Ein Mountainbike Abenteuer in vier (sieben) Etappen

Auf Facebook wirbt der Tourismusverband Ostbayern mit einer Mountainbiketour durch den Bayerischen Wald. In Anlehnung an die bekannten Transalp (Alpenüberquerungen) wird hier von der Trans Bayerwald gesprochen.
Es gibt eine Nord- und eine Südroute, diese führen jeweils durch den Hinteren bzw. Vorderen Bayerischen Wald.
Im Juli habe ich mir dann das entsprechende Starterpaket für Trans Bayerald-Pioniere zusenden lassen, um eine der beiden Touren bei Gelegenheit (Urlaub, Wetter) in Angriff zu nehmen.

Nach dem eher verregneten Gillamoos sollte sich dann ab Dienstag in meiner Urlaubswoche besseres Wetter einstellen. Somit war der Starttermin für die Tour relativ schnell gefunden.
Nun musste nur noch die Entscheidung zwischen Nord- oder Südroute getroffen und die entsprechenden GPS-Tracks auf den Garmin übertragen werden.
Hier ist meine Wahl auf die Südroute gefallen, da ich noch nicht so oft im Vorderen Bayerischen Wald unterwegs war und mir bisher eher die Anstiege und Gipfel aus dem Hinteren Bayerischen Wald bekannt sind.

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Die Südroute wird mit folgender Charakteristik beschrieben:

"Action und steile Anstiege"

"Die Südroute der Trans Bayerwald verläuft auf ca. 339 km und 8.300 Höhenmetern von Furth im Wald durch den Vorderen Bayerischen Wald nach Passau, mit Ausblicken sowohl auf das Grenzmassiv als auch auf die Donauebene."

"Diese Route bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus moderaten Abschnitten, anspruchsvollen Trails und steilen Anstiegen. Das Gibachtmassiv zu Beginn ist fordernd."

Zu erwähnen ist noch, dass es für die Strecke noch keinerlei Ausschilderung gibt und man ist hier derzeit rein auf die GPS-Tracks angewiesen.

So ging es dann also am Dienstag den 04.09. in Furth im Wald los.

Tag 1 (Dienstag): Etappe 1 und 2 Furth im Wald - Rötz - Stamsried

83,04 Kilometer und 1783 Höhenmeter

Gleich nach dem Start in Furth im Wald geht es bergauf in Richtung Gibachtmassiv. Der erste Teil der ca. 12 Kilometer langen Steigung führt direkt aus der Stadt heraus und am Golfplatz vorbei. Hier wird vor tieffliegenden Bällen gewarnt, allerdings war heute nicht viel los auf dem Green und so konnte ich die Passage unbeschadet überstehen.
Über breite Waldwege und einige kleinere Trailpassagen erreichte ich dann nach ca. 12 Kilometern Anstieg mit dem Gibacht den ersten Gipfel der Trans Bayerwald.
Auf der Abfahrt galt es dann auch vorsichtig zu sein, da hier schon mal der Weg als Holzablageplatz genutzt wurde und somit versperrt war.
Nachdem ich dann kurz hinter Waldmünchen den Wald verlassen habe ging es über einen kleineren jedoch auch steilen Anstieg und dann relativ flach der Schwarzach folgend weiter nach Rötz zum Zielort der ersten Etappe.
Hier stellte sich mir jedoch kurz vor Rötz auch nochmals ein kleiner Anstieg in den Weg, geschenkt bekommen sollte man hier also nichts.

Nach einer kurzen Stärkung und einer Ladepause fürs Navi und die Beine ging es weiter mit der zweiten Etappe von Rötz nach Stamsried.
Auch auf diesem Abschnitt geht es zu Beginn gleichmal bergauf um den nächsten Gipfel zu erklimmen. Es  galt den Schwarzwihrberg zu bezwingen.
Oben angekommen geht es eine kurze steile Stichstraße zur Ruine Schwarzenburg hoch, hier ist jedoch sowohl die Ruine als auch die zugehörige Gaststätte geschlossen. Daher empfiehlt es sich immer, in den jeweiligen Etappenorten genügen Verpflegung aufzunehmen bzw. mitzuführen.
Nach der Abfahrt geht es dann um den landschaftlich schön gelegenen Eixendorfer See. Hier könnte man sich eine Abkühlung genehmigen, allerdings waren die Temperaturen mit 18 Grad sowieso eher kühl und im See bestand ein Badeverbot wegen Blaualgen.
Nach der flachen Seepassage geht es in einem Wechsel von Aufstieg und Abfahrt weiter bis zum Zielort Stamsried. Hier passiert man kurz vor dem Finish die Burgruine Kürnberg.
Dann ging es flott runter nach Stamsried um vor dem herannahenden Gewitter, das sich bereits per Donnergrollen ankündigte, Schutz zu suchen.
Diesen Schutz fand ich dann unter dem Vordach einer Metzgerei, welche sich dann natürlich auch gleich als Verpflegungsstelle anbot.
Nach dem heftigen Regen wurde dann noch die Unterkunft organisiert und der erste Tag war damit beendet.

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Tag 2 (Mittwoch): Etappe 3 und 4 Stamsried - Falkenstein - Sankt Englmar

97,98 Kilometer und 2418 Höhemeter

Nach dem Frühstück ging es um kurz nach 8 Uhr bei nebligen Verhältnissen auch schon wieder aufs Rad, da an diesem Tag einige Kilometer und Höhenmeter zu bewältigen waren um in Sankt Englmar anzukommen.
Vom Ortszentrum aus geht es dann sogleich wieder in den Wald um sich hier auf knackigen Anstiegen und flotten Abfahrten auszutoben.
Vorbei an Neubäu am See gehts weiter zum Waldhaus Einsiedel. Das Waldhaus bietet sich bestens für eine Rast an. Danach lässt man es nach Walderbach runterrollen um dort den Regen zu queren und danach den Anstieg zur Ruine Lobenstein mit einem schönen Ausblick auf die Ortschaft Zell zu genießen. Von der Ruine aus gehts weiter bergauf um mit dem Hadriwa auf 646 Metern den höchsten Punkt dieser Etappe zu erreichen.
Nach dem Gipfel gehts bergab durch den Wald um dann dem Radweg zum Zielort der Etappe nach Falkenstein zu folgen.
In Falkenstein gab es dann die obligatorische Ladepause und auch die Verpflegungsvorräte wurden am Supermarkt aufgestockt. Es stand ja auf der vierten Etappe die "Bergankunft" in Sankt Englmar auf 918 Metern Höhe auf dem Plan.
Laut Beschreibung der Etappe ist diese "...eine ausgewachsene Trailtour, die es aber auch konditionell in sich hat. Steile Anstiege und schmale Wege bergab wechseln sich hier ab..."
Und so war es dann auch. Die Anstiege entlang der Etappe forderten oftmals das Herunterschalten auf den kleinsten Gang um die steilen Steigungen zu bewältigen.
Nachdem der niedrigste Punkt der Tour (343 Meter, kurz nach Loitzendorf) passiert war, ging es dann auch gleich ordentlich bergauf um dann hinter Landorf die Kühleite auf über 700 Metern zu erklimmen.
Danach ging es dann gleich wieder runter auf knapp über 400 Meter, um anschließend den nächsten Anstieg über Elisabethszell hinauf nach Maibrunn zu genießen.
Danach ging es über einen Trail hinunter nach Grün und an der dortigen Sommerrodelbahn vorbei wieder hinauf zum Zielort Sankt Englmar auf über 900 Metern.
Mittlerweile hatte es auch aufgeklart und ich konnte dort strahlenden Sonnenschein genießen.
Insgesamt war dieser Tag mit den beiden Etappen und den Kilometern verbunden mit den Höhenmetern schon sehr fordernd, aber nach einer guten Stärkung in der Unterkunft sollte für den nächsten Tag nur eine Etappe anstehen. Diese Etappe hatte es allerdings in sich...

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Tag 3 (Donnerstag): Etappe 5 Sankt Englmar - Bischofsmais --> Königsetappe

68,65 Kilometer und 2175 Höhenmeter

Wie bereits geschildert stand für heute "nur" eine Etappe auf dem Plan, die mich von Sankt Englmar nach Bischofsmais führen sollte. Allerdings mussten vom Übernachtungsort Grün erstmal die Höhenmeter nach Sankt Englmar bezwungen werden.
Danach ging es wellig weiter bis zum Aussichtsturm am Hirschenstein. Von hier aus hat man einen wunderbaren Weitblick hinab ins Tal. Da jedoch der GPS-Track nicht direkt am Gipfel vorbeiführt und hier auch einige Wegearbeiten im Gange sind, musste der beste und richtige Weg für Mountainbiker zum Gipfel in einem Gespräch mit einem Forstmitarbeiter gefunden werden.
Nach dem Gipfelglück am Hirschenstein auf 1092 Metern geht es auf Forstwegen und Trails hinab ins ca. 700 Meter niedriger gelegene Bernried.
Von hier aus ging es dann einen ziemlich steilen Anstieg hinauf, der mich laut Ausschreibung auf ca. 580 Meter hochführen sollte. Allerdings bezweifelte ich die Richtigkeit dieser Angaben nach 2 Kilometern Fahrt mit jeweils um die 18 Prozent Steigung. Nach einem kurzen Blick auf den Höhenmesser und den noch vor mir liegenden Weg wurde mein Verdacht bestätigt. Die 600 Meter Grenze war längst überschritten und der Anstieg endete erst bei einer Höhe von ungefähr 830 Metern.
Oben angekommen erwartete mich eine Zeit lang ein welliges Profil, bevor es dann teilweise im Eiltempo auf gut ausgebauten Wegen wieder hinunter ging.
Dies war dann kurz vor Grafling. Bevor der Ort vor dem Anstieg zum Dreitannenriegel erreicht war, musste allerdings noch ein eher schlechterer Weg mit ziemlich großen Steinen als Untergrund bewältigt werden.
Von Grafling aus ging es dann zunächst auf einem gut ausgebauten Forstweg hinauf in Richtung Dreitannenriegel. Doch noch vor dem Gipfel erwarteten mich einige steile und verwurzelte Trails, die sich für mich teilweise nur als Schiebepassagen bewältigen ließen.
Vom Dreitannenriegel geht es auf welligen und anspruchsvollen Trails weiter zum Geißkopf. Hier wurde also nochmals einiges an Kraft und Kondition abverlangt, bevor ich auch diesen Gipfel erreichte.
Vom Geißkopf aus habe ich dann den Flow-Trail des dortigen Bikeparks als Abfahrtsvariante gewählt. Der Trail war auch mit Reisegepäck und meinem Hardtail sehr gut zu fahren und somit konnte ich diese Abfahrt richtig genießen.
Nach dem Erreichen der Talstation der dortigen Liftanlage ging es dann durch den Wald noch am Teufelstisch vorbei und schließlich nochmals bergab in Richtung Bischofsmais um kurz vor dem Ziel noch einen kleinen Anstieg zu bewältigen.
Diese Etappe ist auf Grund der Höhenmeter und des hohen Trailanteils defintiv der anspruchsvollste Abschnitt der Trans Bayerwald-Südroute.

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Tag 4 (Freitag): Etappe 6 und 7 Bischofsmais - Eging am See - Passau

100,14 Kilometer und 2079 Höhenmeter

Bei leichtem Regen und teilweise dichtem Nebel bin ich in Bischofsmais gestartet. Nach dem Start der Etappe ging es auch gleich in den Bischofsmaiser Wald, wo zahlreiche Wasserläufe auf teils maroden und sehr rutschigen Holzbrücken zu überqueren waren. Zudem waren die Wege teilweise mit alten Ziegelsteinen befestigt, was ein Befahren mit dem Mountaibike teilweise unmöglich machte.
Hier ist mir dann auch nach einem Antritt noch die Kette gerissen, somit war ich bereits nach ca. 5 Kilometern zu einer kurzen Reparaturpause gezwungen.
Dank Kombiwerkzeug war der Defekt dann flott provisorisch behoben und ich konnte meine Tour fortsetzen.
Um die behelsfmäßig geflickte Kette nicht über Gebühr zu beanspruchen versuchte ich danach mit hoher Trittfrequenz und weniger Druck auf den Pedalen zu fahren.
Sobald die Rusel passiert war ging es dann hinab nach Watzing um von dort aus den Anstieg hinauf zum Brotjacklriegel unter die grobstolligen Reifen zu nehmen.
Leider war es dort oben immer noch sehr neblig, so dass sich vom dortigen Turm aus kein Ausblick ergab. Somit wurde auch hier keine Zeit verschwendet und es ging flott über die Trails hinab in flachere Gefilde um nach einem welligen Abschnitt schließlich aurf einem asphaltierten Radweg nach Eging am See einzurollen. Wobei es eigentlich kein richtiges Einrollen in den Ort war, sondern der Radwege führte mich dann auch sehr schnell wieder aus Eging heraus ohne irgendetwas von der Stadt zu sehen.
Danach folgt man dem Donau-Ilz-Radwege noch ein paar Kilometer lang und kommt dadurch sehr flott in Richtung Passau voran.
Schließlich geht es aber dann auch hier wieder auf welligen Wald- und Forstwegen weiter, um bis zum Finish in der Dreiflüssestadt noch ein paar Höhenmeter zu sammeln und die Landschaft zu genießen.
Kurz nach Tiefenbach passiert man dann an dem kleinen Flüßchen Gaißa den tiefsten Punkt der Tour um anschließend auf dem Forstweg nach Patriching aufzusteigen.
Von hier aus kann man sich dann schon auf das Ziel freuen, denn es sind nur noch ein paar Kilometer bis zum Ziel der Etappe.
Vorbei an Hacklberg leitete mich der GPS-Track dann direkt zur Veste Oberhaus. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf Passau und kann das Ziel der Trans Bayerwald-Südroute so richtig genießen.

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Wer jetzt auch Lust bekommen hat, findet alle Inforamtionen zur Trans Bayerwald hier: Homepage Trans Bayerwald

 

Oder beim Autor Ferdinand Reichmann:

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